24. April 2020

Aktive (Immun)Prävention in Zeiten von Corona & Co.

Aktive (Immun)Prävention in Zeiten von Corona & Co.

  • 24. April 2020

Kein Tag vergeht, an dem nicht intensiv über die Entwicklung und möglichen Konsequenzen der „Corona-Pandemie“ berichtet und diskutiert wird. Um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und insbesondere Risikopatienten zu schützen, stehen vor allem Maßnahmen im Vordergrund, die die Ansteckungswahrscheinlichkeit reduzieren sollen (Gesichtsmasken, Abstand zu anderen Personen, keine Menschenansammlungen etc.). All diese Maßnahmen sollen bewirken, dass das Virus nicht so leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Sie sind in diesem Zusammenhang sicherlich auch nützlich und sinnvoll. 

Für uns als ganzheitlich arbeitende Komplementärmediziner und Heilpraktiker sind allerdings auch Fragen aus einem anderen Blickwinkel interessant: 

  • Was passiert konkret, wenn das Virus auf einen Menschen übertragen wird? Welche körpereigenen Schutzmaßnahmen stehen zur Verfügung?
  • Welche Faktoren entscheiden darüber, ob der Verlauf symptomlos, milde, schwer oder gar tödlich ist?
  • Gibt es neben den „passiven Abgrenzungsmaßnahmen“ auch „aktive Präventionsmaßnahmen“, die mich widerstandsfähiger gegenüber dem Virus machen und den Verlauf einer Erkrankung abschwächen?

All diese Fragen haben unserer Meinung nach ein zu geringes Gewicht in der öffentlichen Diskussion. In ihnen steckt jedoch ein Potential, das die Menschen in eine Situation bringt, in der sie aktiv etwas für ihre Gesundheit tun können. 

Im Folgenden möchte ich kurz darauf eingehen, welche Möglichkeiten es gibt, Ihr Immunsystem und die Ressourcen Ihres Körpers zu stärken, um (speziell auch gegen Virusinfektionen) widerstandsfähiger zu sein. Eine ausführliche, individuelle Beratung sowie eine Umsetzung der unten aufgeführten Maßnahmen und Möglichkeiten bieten wir in unserer Praxis an.

Die ersten Kontaktflächen eines Krankheitserregers sind meist die Schleimhäute im Nasen-, Mund- und Rachenbereich. Später dann auch in der Lunge oder im Darm. Dies ist abhängig von der Art des Krankheitserregers. Je stabiler diese Grenzschicht der Schleimhäute ist, desto schwieriger ist es für Krankheitserreger in den menschlichen Körper zu gelangen. Die Funktionsfähigkeit aller Schleimhäute des Menschen ist stark von der Situation der Schleimhäute im Darm abhängig, u.a. da diese die größte Oberfläche hat. Alle Schleimhäute des Körpers hängen funktionell zusammen. Aus diesem Grund ist es zunächst wichtig, eine gute Darmgesundheit aufzubauen bzw. zu erhalten. Diese ist von einer Vielzahl an Faktoren abhängig. Darauf hier näher einzugehen würde den Rahmen sprengen. Wir bieten in unserer Praxis jedoch ein umfangreiches Konzept an, mit dem das Darmmilieu und die Bakterienflora im Darm stabilisiert und aufgebaut werden können. Wir beantworten Ihnen hierzu gerne auch telefonisch Ihre Fragen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems sind Mikronährstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente etc. Grundsätzlich hat die Mehrheit der Menschen aufgrund der Ernährungssituation, dem Nährstoffgehalt von Lebensmitteln oder den Belastungen, denen wir Menschen ausgesetzt sind (z.B. beruflicher/privater Stress), einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Mikronährstoffmangel. Man weiß von einigen Mikronährstoffen (z.B. Vitamin C, Zink, Selen, Vitamin D), dass sie eine wichtige Funktion für das Immunsystem besitzen. Sind diese in nicht ausreichendem Maß vorhanden, können sie diese Funktion nicht mehr erfüllen, das Immunsystem arbeitet eingeschränkt und der Mensch wird anfälliger gegenüber Erkrankungen. Aus diesem Grund ist es wichtig sicherzustellen, dass die Mikronährstoffspeicher gut gefüllt sind. Eine wichtige Rolle spielt hier sicherlich eine hochwertige Ernährung, aber auch ein gutes Gleichgewicht zwischen Belastung und Regeneration. 

Darüber hinaus gibt es pflanzliche Präparate, die nachgewiesenermaßen einen immunstärkenden Effekt besitzen. Echinacea-Präparate erhöhen beispielsweise die Zahl der Immunzellen und steigern deren Abwehrleistung. Auf diese Weise kann ein allgemeiner immunstimulierender Effekt erzielt werden. Frischer Ingwertee wirkt antibakteriell und hemmt die Vermehrung von Viren. Zudem gibt es ätherische Öle, die antiviral und hustendämpfend wirken.

Allgemeine präventive Maßnahmen, die teilweise auch in der Öffentlichkeit empfohlen werden, gelten selbstverständlich zusätzlich. Hierzu zählen:

  • viel Bewegung an der frischen Luft
  • auf ausreichend Schlaf achten
  • hochwertige Ernährung.

Natürlich gibt es auch noch ganz individuelle Möglichkeiten das Immunsystem bzw. den Organismus allgemein zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. Hierbei sind insbesondere ganz offensichtliche Vorerkrankungen zu beachten, die gut eingestellt und behandelt sein sollten (z.B. Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale). Aber auch „versteckte Vorerkrankungen“ wie z.B. allergische Reaktionen, Schwermetallbelastungen, Störfelder oder ein reduzierter Zellstoffwechsel können den Körper schwächen und anfälliger gegenüber Krankheitserregern machen. Werden diese Belastungen erkannt und konsequent therapiert, steigert dies die Widerstandsfähigkeit und die Ressourcen des Organismus. 

Zusammenfassend möchte ich festhalten und betonen, dass Sie Krankheitserregern (auch SARS-CoV-2) nicht schutzlos ausgeliefert sind und Ihnen als einzige Schutzmaßnahme die Abgrenzungsstrategie bleibt. Sie haben selbst die Möglichkeit etwas für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu tun. Es gibt zahlreiche Faktoren, die uns widerstandsfähiger gegenüber Krankheitserregern machen und uns vor Erkrankung schützen bzw. Krankheitsverläufe abschwächen. Bei der individuellen Umsetzung und auch bei Fragen oder Unsicherheiten sind wir gerne an Ihrer Seite und unterstützen Sie mit unseren Möglichkeiten.

Herzliche Grüße,

Philipp Wellhöfer



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